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MIRELLA

AT 2025, 97 min, Oliver Bruck

Mirella Ricciardi wurde auf einem weitläufigen Landgut in Kenia, damals eine britische Kolonie, als Tochter eines ehemaligen italienischen Kavallerieoffiziers und einer bei Rodin ausgebildeten Künstlerin geboren und wuchs am Ufer des Naivasha-Sees in einer Welt auf, die von Privilegien und Unsicherheit geprägt war. Sie entdeckte ihre künstlerische Leidenschaft und absolvierte in Paris eine Ausbildung zur Modefotografin. In den 1960er Jahren begann Ricciardi, Ostafrika zu fotografieren, und dokumentierte indigene Gemeinschaften in dem später zum Kultwerk gewordenen Buch „Vanishing Africa“, wodurch sie über Nacht berühmt wurde.

Als markante und einzigartige Persönlichkeit bewegte sie sich zusammen mit ihrem verstorbenen Ehemann Lorenzo Ricciardi in der künstlerischen Elite Roms, wo sie bewundert und fotografiert wurde, beinahe eine Hollywood-Karriere verfolgte und als fiktionalisierte Version ihrer selbst in Michelangelo Antonionis „L’Eclisse“ auftrat. Da sie sich hinter der Kamera wohler fühlte, dokumentierte sie die Dreharbeiten zu „La Dolce Vita“ am Trevi-Brunnen.

Mittlerweile in ihren Neunzigern, möchte Ricciardi nicht, dass ihr Gesicht gefilmt wird. Ihre Präsenz bleibt nur durch ihre Stimme und die Bilder, die sie zulässt, erhalten, wobei sie Regisseur Oliver Bruck mit sanfter und zugleich sicherer Hand anleitet. In einem intimen Dialog reflektiert sie offen und mit bisweilen aufschlussreichen Einblicken über ihre Herkunft und ihren Lebensweg. Ihr Werk, das bis heute für seine Intimität und handwerkliche Qualität gefeiert wird, hat auch Debatten ausgelöst. Der Film ordnet ihr Werk in einen breiteren, andauernden Diskurs über Macht und Repräsentation ein und gewährleistet so eine differenzierte Auseinandersetzung mit ihrem Vermächtnis.

MIRELLA ist ein ungewöhnliches und zugleich respektvolles Porträt über Macht, Schönheit und Verlust. Im Mittelpunkt steht eine Abenteurerin, Künstlerin und Mutter, die ihr Leben lang nie aufgehört hat, Fotografin zu sein, und zu einer der renommiertesten ihrer Generation wurde.

Festivals

Internationale Hofer Filmtage 2025, DE, Kingston FF 2026, UK 

Awards

Best Documentary - Kingston International Filmfestival 2026

Bilder

QUEERFILMNACHT

JULI 2026

Drunken Noodles

ein Film von Lucio Castro

USA/ARG, 82 Minuten, OmdU

Wien: Votiv Kino Mo., 20.07, 20:00

Graz: KIZ RoyalKino Mi., 08.07, 20:40

Innsbruck: Leokino Di., 21.07, 20:30

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NEWS

OPEN AIR Kinos 2026: 

29.06, 21:15 MIT ÄSTEN BIS ZUM HIMMEL, Kino am Dach

15.07, 21:00 PORTRAIT OF NOWNESS, Volxkino 1040 

22.07, 21:00 BRUNAUPARK, Volxkino 1090

29.07, 20:30 BRUNAUPARK Architekur.Film.Sommer MQ 

31.07, 21:00 DIE KUNSTKOMPLIZENVolxkino 1140

21.08, 20:00 NARBEN EINES PUTSCHES, Volxkino 1160

 

Special Event: 

WIE DIE LIEBE GEHT - 4 PAARE - ACHT JAHRE 

Eine Miniserie von Judith Keil & Antje Kruska

Österreich Premiere

19.8 Filmhaus Wien 

18:00 Episode 1-3

20:30 Episode 4-5

 

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FESTIVALS

SIRI HUSTVEDT Dance Around the Self

A film by Sabine Lidl 

WINNER OF THE GERMAN FILM AWARDS 2026: BEST DOCUMENTARY  

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